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Vergesellschaftung
Die Zusammenführung von
Kaninchen muss durchdacht und vorbereitet werden.
Auf keinen Fall sollte
das neue Tier einfach zum anderen in das Gehege gesetzt oder Käfige
nebeneinander gestellt werden. Durch das Riechen entwickeln sich Aggressionen,
welche sich anstauen und nicht ausgetragen werden können.
Die Zusammenführung
sollte wenn möglich in einem neutralen Raum geschehen, welcher ca. 6 –
8 Quadratmeter gross ist. Es soll Versteckmöglichkeiten mit 2 Ausgängen haben
sowie verschiedene Futterstellen. Die allenfalls schon vorhandene Einrichtung
muss mit Essigwasser heiss gewaschen werden um den Duft zu neutralisieren. Frische Äste und Heu werden verteilt.
Der erste Kontakt kann sehr verhalten sein, da die Tiere sich erstmals nicht füreinander interessieren. Sie nähern sich nur allmählich. Geduld ist die erste Priorität und es kann mehrere Tage oder sogar Wochen dauern. Andererseits kann es vom ersten Moment zu Kämpfen kommen: sie rennen sich hinterher und es fliegt Fell. Sicherheitshalber sollte das Fell regelmässig auf mögliche Bisswunden abgesucht werden. Aber solange keine Verletzungen vorhanden sind sollten Sie die Tiere niemals trennen!
Für uns Menschen sieht es
meistens schlimmer aus als es für die Tiere ist: Rangordnungsklärungen sind auch bei Wildkaninchen in freier Natur völlig normal.
Auch die
Transportboxmethode ist eine Möglichkeit. Das heisst aber noch zusätzlichen
Stress für die Tiere. Es ist aber hilfreich wenn es mit der oben erwähnten
Methode nicht funktioniert.
Erst wenn die Tiere
mehrere Tage friedlich miteinander leben und schon zusammen kuscheln, können
sie wieder ins gewohnte Umfeld zurück. Auch dieses muss gereinigt und neu
strukturiert werden.
Die Grösse der
Kaninchen spielt keine Rolle, es soll jedoch auf die Charaktere geachtet
werden: zwei stark dominante Tiere werden eher Probleme miteinander haben. Die idealste Voraussetzung ist ein kastriertes Männchen (Rammler) und ein
Weibchen (Häsin oder Zibbe). Auch gleichgeschlechtliche Paare können funktionieren. Die Männchen
müssen zwingend kastriert sein, ansonsten kommt es zu unschönen Kämpfen und
die Trennung ist die Folge.
Grössere Gruppen können
in jeglicher Konstellation gut harmonieren. Die einzelnen Charaktere der Tiere
spielen eine grosse Rolle.
Bei Fragen oder Hilfe
vor Ort stehen wir gerne zur Verfügung: siehe Kontakt